Als Fluggerätelektroniker*in tauchst du ein in die Welt modernster Flugzeugtechnik: Du arbeitest an all den elektronischen Systemen, die einen sicheren Flug erst möglich machen. Eine hochmoderne Ausbildung – perfekt für alle, die Technik lieben und den Traum vom Fliegen Wirklichkeit werden lassen wollen.
(ps) Der Beruf der Fluggerätelektroniker*innen ist noch vergleichsweise jung: Erst 1997 wurde die Ausbildung offiziell eingeführt und bildet seitdem Spezialist*innen für die komplexe Bordelektronik moderner Flugzeuge aus. 2024 wurde die Ausbildungsordnung grundlegend überarbeitet und an aktuelle technische, digitale und sicherheitsrelevante Anforderungen angepasst. Durch den starken technologischen Wandel in der Luftfahrt – von hochentwickelter Avionik (ein Kofferwort aus Aviatik/Luftfahrt und Elektronik) über vernetzte Sensorsysteme bis hin zu digitaler Diagnostik – hat sich das Tätigkeitsprofil deutlich erweitert. Heute arbeiten Fluggerätelektroniker*innen an hochsensiblen Systemen, sorgen für zuverlässige Funktionsabläufe im Flugzeug und leisten damit einen zentralen Beitrag zur Sicherheit im Luftverkehr – ein dynamischer Beruf mit Zukunft.
Was lerne ich da?
In der Ausbildung zum*zur Fluggerätelektroniker*in lernst du alle elektrischen, elektronischen oder allgemein avionischen Systeme kennen, die ein modernes Luftfahrzeug steuern und überwachen. Dazu gehören Kommunikations- und Navigationssysteme, Flugkontroll- und Warnsysteme, Antriebs- und Kraftstoffüberwachung, Kabinenelektronik sowie Sicherheitseinrichtungen.
Angefangen damit, Schaltpläne lesen zu lernen, über die Anwendung von Mess- und Prüfgeräten, die Fehleranalyse an elektronischen Komponenten und bis hin zur fachgerechten Prüfung und Inbetriebnahme von „Kommunikations-, Navigations-, Radar- und Autopilotanlagen“ (BIBB) – kaum ein Teil im Flugzeug ist heute noch nicht elektronisch vernetzt, und du wirst überall gebraucht. Auch die Durchführung von Funktions- und Systemtests, die Dokumentation von Arbeitsschritten und die Arbeit nach strengen luftfahrtspezifischen Vorschriften gehören zu deinen Ausbildungsinhalten.
Ein immer wichtigerer Bereich ist die moderne Diagnosetechnik: digitale Wartungssysteme, Software-Updates, Datenbus-Analyse, Sensorik, vernetzte Flugzeugsysteme und automatisierte Prüfabläufe prägen den Arbeitsalltag zunehmend. Ebenso spielt die präzise Dokumentation eine große Rolle, da Arbeiten am Flugzeug streng geprüft und nachverfolgbar sein müssen.
Im Berufsalltag bist du technische*r Spezialist*in für Flugzeugsysteme: Du führst Inspektionen, Wartungsarbeiten und Reparaturen an Bordelektronik durch, unterstützt bei großen Flugzeug-Checks, arbeitest eng mit Mechaniker*innen, Ingenieur*innen und der Qualitätssicherung zusammen und sorgst dafür, dass Flugzeuge sicher und zuverlässig starten können. Dein Arbeitsplatz kann in der Flugzeugwartungshalle, in der Avionikwerkstatt, am Flughafen, bei Herstellern wie Airbus oder in militärischen Einrichtungen liegen.
Die Ausbildung – Zugang und Karriere
Die duale Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre und findet in luftfahrttechnischen Betrieben sowie in der Berufsschule statt. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, in der Praxis wird jedoch häufig ein mittlerer Schulabschluss (Realschule) oder die (Fach-)Hochschulreife erwartet. Gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Technik, logisches Denken, handwerkliches Geschick und eine sorgfältige, verantwortungsbewusste Arbeitsweise sind wichtige Voraussetzungen. Auch gute Englischkenntnisse sind unverzichtbar.
Die Ausbildungsvergütung beginnt – abhängig von Tarif, Unternehmen und Branche – oft bei gut 1.200 Euro im ersten Jahr und steigt im Verlauf wie üblich an. Das Durchschnittsgehalt für angestellte Fachkräfte liegt bei gut 4.200 Euro brutto und bewegt sich insgesamt zwischen 3.500 und 5.200 Euro brutto (BerufeNet).
Die Luftfahrtbranche benötigt dauerhaft qualifizierte Avionik-Fachkräfte, sowohl in der Instandhaltung als auch in der Herstellung und Weiterentwicklung von Fluggeräten. Weiterbildungen öffnen zahlreiche Karrierewege – etwa zum*zur Techniker*in für Elektrotechnik, zum*zur Technischen Fachwirt*in, und natürlich zum*zur Industriemeister*in. Auch eine Reihe von Anpassungsweiterbildungen ermöglichen vertieftes Wissen und damit neue Karrierechancen, etwa in Bereichen wie Luft- und Raumfahrttechnik, Informations- und Kommunikationstechnik oder Qualitätsprüfung.
Weitere Informationen
BerufeNet: Fluggerätelektroniker*in
BIBB: Fluggerätelektroniker*in
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10.12.2025