Die Tourismusbranche macht nicht nur deinen Urlaub schön, sondern ist auch ein beliebtes Arbeitsfeld. Aktuelle Zahlen zeigen, dass der Tourismus in Deutschland nachhaltig boomt.
(ps) Eigentlich wäre es nicht verwunderlich, wenn es der Tourismusbranche miserabel ginge – die Welt wirkt politisch so instabil wie seit Jahrzehnten nicht mehr, die Wirtschaft steht unter Druck, Unsicherheiten prägen viele Märkte. Trotzdem urlauben wir wie die Weltmeister – und die Tourismusbranche in Deutschland blüht.
Der zweite Übernachtungsrekord in Folge
Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen, dass im Jahr 2025 neue Rekorde bei den Gästeübernachtungen, vom Hotel bis zum Campingplatz, erreicht wurden: Mit 497,5 Millionen Übernachtungen wurden so viele Gäste wie noch nie gezählt – und dabei wurde auch direkt das bisherige Rekordjahr 2024 noch mal übertrumpft, mit einem Plus von 0,3 Prozent. Das liegt auch an einem weiteren Rekord: Mit 32,0 Millionen Übernachtungen gab es im Dezember 2025 so viele Gäste wie noch nie in einem Dezember zuvor.
Und das alles, obwohl 2024 mit der Fußball-Europameisterschaft im Sommer eine große Zahl ausländischer Touristen ins Land kam. Vor diesem Hintergrund ist auch der leichte Rückgang von -1,8 Prozent bei ausländischen Gästen zu sehen. Im Jahr 2025 haben 83,8 Millionen Gäste aus dem Ausland in Deutschland übernachtet, ein Anteil von 16,8 Prozent.
Campingplätze boomen
Besonders beliebt waren 2025 Übernachtungen auf Campingplätzen: Hier stiegen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent. Ein durchaus langfristigerer Trend – das Destatis betont: Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 sind die Übernachtungszahlen auf Campingplätzen um satte 24,9 Prozent gestiegen, ohne dass andere Unterkünfte nennenswerte Verluste hätten hinnehmen müssen.
Ein leichtes Minus gab es 2025 in der klassischen Hotellerie, also Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Hier gingen die Übernachtungszahlen um 0,4 Prozent zurück. Dagegen verzeichnen Ferienunterkünfte ein leichtes Plus und auch die sogenannten „sonstigen tourismusrelevanten Unterkünfte“ wie Schulungsheime konnten zulegen.
Ausbildungs- und Beschäftigungssituation ist gut
Dazu passen auch die Angaben vom Branchenverband DEHOGA: Die Ausbildungszahlen liegen mit um die 51.000 Azubis deutschlandweit in etwa wieder beim Vor-Corona-Niveau von 2019. Die Zahl der Neuverträge – also der neu anfangenden Azubis – liegt sogar leicht über den Zahlen von 2019. Das ist ein Trend, den es nicht erst seit heute gibt. Schon 2024 stiegen die Zahlen der gastgewerblichen Ausbildungsberufe um fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Auch die Anzahl der Beschäftigten insgesamt steigt kontinuierlich an und liegt ebenfalls über den Werten von 2019.
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Quellen:
Destatis: „Tourismus in Deutschland im Jahr 2025: Erneut Rekordwert bei Gästeübernachtungen“, PM Nr. 046 vom 11. Februar 2026; online: www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD26_046_45412.html
DEHOGA: „Das Gastgewerbe im Zahlenspiegel“; online: www.dehoga-bundesverband.de/zahlen-fakten/dehoga-zahlenspiegel/
19.02.2026