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Berufsziel Servicekaufmann*frau - Luftverkehr

Service am Boden, Begeisterung in der Luft

Servicekauffrau für Luftverkehr (Symbolbild). ©wavebreakmedia_micro via Freepik. Servicekauffrau für Luftverkehr (Symbolbild). ©wavebreakmedia_micro via Freepik.
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Ganz schön abgehoben!

Starte eine Ausbildung, in der du die Faszination des Fliegens jeden Tag hautnah erlebst – direkt am Puls des Flughafens. Werde zur unverzichtbaren Fachkraft, die dafür sorgt, dass Reisen sicherer, angenehmer und perfekt organisiert ablaufen.

 

(ps) Die Ausbildung zum Servicekaufmann bzw. zur Servicekauffrau im Luftverkehr ist ein noch vergleichsweise junger, aber zentraler Bestandteil der modernen Luftfahrtbranche. Sie wurde erst 1998 geschaffen, um den steigenden Anforderungen an Kundenservice, Servicequalität und effiziente Abfertigungsprozesse gerecht zu werden. Servicekaufleute kümmern sich darum, dass Passagiere am Boden bestmöglich betreut werden, Informationen erhalten, sicher reisen und reibungslose Abläufe am Flughafen gewährleistet sind. Ob am Check-in, am Gate, im Lost-and-Found-Bereich oder in Service- und Organisationsabteilungen – sie sind die sichtbaren Gesichter der Luftfahrt und sorgen dafür, dass Fliegen für Reisende angenehm, sicher und gut organisiert funktioniert.


Was lerne ich da?


Während deiner Ausbildung lernst du, wie Passagierprozesse am Flughafen aufgebaut sind und welche Schritte nötig sind, damit Fluggäste sicher und pünktlich an ihr Ziel kommen. Du beschäftigst dich mit Check-in-Prozessen, Boarding, Gepäckabfertigung, Sicherheitsbestimmungen, Kundenbetreuung und Beschwerdemanagement. Auch der Umgang mit Reservierungs- und Informationssystemen gehört dazu. Zudem erhältst du Einblicke in operative Abläufe wie die Koordination von Bodenverkehrsdiensten, das Handling besonderer Passagiergruppen (z. B. unbegleitete Minderjährige oder mobilitätseingeschränkte Reisende) sowie die Abläufe in der Gepäckermittlung.


Betriebswirtschaftliche Grundlagen gehören ebenfalls zur Ausbildung – allerdings mit starkem Fokus auf service- und prozessorientierte Abläufe im Flughafenbetrieb. Du lernst, wie Serviceprozesse kalkuliert und geplant werden, wie Qualitätssicherung funktioniert, wie Personaleinsatz und Schichtpläne erstellt werden und welche wirtschaftlichen Kennzahlen im Passagierservice relevant sind. Marketing- und Kommunikationsgrundlagen sowie Aspekte des Sicherheits- und Luftfahrtrechts runden die Ausbildung ab. Kurz: Du wirst zu einer serviceorientierten Fachkraft, die alle Abläufe rund um die Passagierbetreuung und -abfertigung sicher beherrscht.


Unterschiede zu Luftverkehrskaufleuten

 

Obwohl sich beide Berufe in der gleichen Branche bewegen und beide sowohl den „Kaufmann“ als auch „Luftverkehr“ im Namen tragen, unterscheiden sie sich klar im Schwerpunkt:


Servicekaufleute im Luftverkehr arbeiten überwiegend am Flughafen und direkt mit den Passagieren, also nah am operativen Geschehen. Ihr Fokus liegt auf Service, Betreuung, Abfertigung und Qualitätsmanagement im täglichen Betrieb.


Luftverkehrskaufleute dagegen sind stärker kaufmännisch und organisatorisch ausgerichtet und arbeiten oft im Hintergrund – etwa in Flugplanung, Frachtkoordination, Controlling, Vertrieb oder Unternehmensorganisation. Sie übernehmen umfangreichere wirtschaftliche Aufgaben, während Servicekaufleute intensiver mit Fluggästen und operativen Prozessen am Boden arbeiten.


Die Ausbildung – Zugang und Karriere


Die duale Ausbildung zur Servicekauffrau bzw. zum Servicekaufmann im Luftverkehr dauert in der Regel drei Jahre. Ein guter mittlerer Schulabschluss oder Abitur ist vorteilhaft, ebenso gute Englisch- und Deutschkenntnisse, Serviceorientierung, Kommunikationsstärke und die Bereitschaft, im Schichtdienst zu arbeiten – ein zentraler Bestandteil der Flughafenwelt.
 

Die Ausbildungsvergütung kann sich mit bereits über 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr durchaus sehen lassen. Nach der Ausbildung liegt das durchschnittliche Einkommen für angestellte Fachkräfte bei durchschnittlich gut 3.300 Euro brutto, kann aber mit Berufserfahrung und Weiterbildungen auch auf über 4.000 Euro ansteigen.
 

Durch die wachsende Bedeutung professioneller Passagierprozesse bieten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten: im Check-in, Boarding, Gate-Bereich, bei Sicherheits- und Servicepartnern, im Beschwerdemanagement, in der Einsatzplanung oder im Qualitäts- und Prozessmanagement.
 

Weiterbildungen wie etwa Fachwirt*in für Personenverkehr und Mobilität, Fachwirt*in für Tourismus oder E-Commerce, Betriebswirt*in (Fachschule) oder Spezialisierungen im Bereich Luftverkehrssicherheit oder Management sind ebenfalls möglich. Mit entsprechender Berufspraxis ist auch ein Studium – etwa in Luftverkehrsmanagement, Tourismusmanagement oder Verkehrsbetriebswirtschaft – ein sinnvoller nächster Schritt.


Weitere Informationen


BerufeNet: Servicekaufmann*frau im Luftverkehr

BIBB: Servicekaufmann*frau im Luftverkehr

 

Ausbildungsbetriebe und Praktikumsplätze findest Du in unserer Suchbörse.

 

 


09.12.2025